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Verband Niedersächsischer Lehrkräfte Celle:
Neues Schulstrukturgutachten bringt viel Unruhe in die Schulen
Oberschulen einseitig betroffen – Run auf Gymnasien befürchtet

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR Celle sieht in dem nun vorliegenden neuen Schulstrukturgutachten des Landkreises viel Unruhe auf die Schulen in Celle und im Celler Land zukommen. Das Gutachten geht auf die Initiative der CDU zurück, in Celle eine weitere Gesamtschule einrichten zu wollen. Die SPD wiederum fordert Gesamtschulen außerhalb der Stadt. Ganz besonders betroffen werden in jedem Fall die Oberschulen sein, die offensichtlich zugunsten von Gesamtschulen „geopfert“ werden sollen. Erst vor gut drei Jahren wurden im Celler Land alle damals noch eigenständigen Haupt- und Realschulen in Oberschulen umgewandelt. Schon ein Jahr später wurde in Celle eine Integrierte Gesamtschule gegründet und damit die erste Oberschule zur Abwicklung freigegeben. Sollten die Empfehlungen des Gutachters umgesetzt werden, müssen die nächsten Oberschulen aufgeben und in Gesamtschulen umgewandelt werden. „Weshalb muss die Politik immer wieder neue Unruhe in die Schullandschaft bringen?“, fragt besorgt Manfred Busch vom Celler VNL/VDR, der auch Landesvorsitzender ist.

Erfolgreich und engagiert arbeitende Oberschulen stehen jetzt vor einer ungewissen Zukunft. Die Oberschulen haben eine Chance verdient, sich weiter zu entwickeln. „So sieht keine zuverlässige, solide Schulpolitik aus. Der Celler VNL/VDR fordert daher, den Oberschulen im Celler Land eine Chance zu geben, ihre Arbeit in allen Jahrgängen erfolgreich durchführen zu können“, so Busch.
Der Celler VNL/VDR rechnet bei Umsetzung des Gutachtens mit einem weiteren Run auf die Gymnasien, die davon nicht profitieren werden. Das Niveau wird sinken, da Korrekturmöglichkeiten wie zum Beispiel der Wechsel auf eine Oberschule durch die rot-grüne Landesregierung seit diesem Schuljahr erschwert worden sind. Die Gymnasien laufen Gefahr, auf Umwegen doch noch zu Gesamtschulen mit dem Türschild „Gymnasium“ zu werden.

„Wann lernen Politikerinnen und Politiker endlich, dass Schulen einen verlässlichen Rahmen, eine produktive Ruhe brauchen, um sich entwickeln zu können? In zeitlich immer kürzer werdenden Abständen die Schulstrukturen zu ändern, bringt überhaupt nichts und hilft nicht weiter. Grundsätzlich sollte mit Bedacht an der Weiterentwicklung der Schullandschaft im Celler Raum gearbeitet werden. Wahltaktische Gründe dürfen überhaupt keine Rolle spielen. Die Pädagogik, insbesondere das Wohl der Schülerinnen und Schüler, hat stets im Vordergrund zu stehen!“ fordert Busch nachdrücklich.

Celle/Hannover, den 23. Februar 2016

Verantwortlich i. S. d. Presserechts:
Manfred Busch, Landesvorsitzender, 29315 Hermannsburg

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