IQB-Ergebnisse kein Ruhmesblatt für rot-grüne Bildungspolitik

IQB-Ergebnisse kein Ruhmesblatt für rot-grüne Bildungspolitik

Schlechte Unterrichtsversorgung mitverantwortlich für schlechte Ergebnisse - Unterrichtsqualität akut gefährdet

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR sieht in den heute auf einer Pressekonferenz im Sekretariat der Kultusministerkonferenz in Berlin veröffentlich­ten Ergebnissen des „IQB-Bildungstrends 2016“ kein Ruhmesblatt für die Bildungs­politik von Rot-Grün in Niedersachsen. An der Studie haben rund 30.000 Schülerin­nen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe aus allen 16 Bundesländern teilgenom­men. Der Bericht offenbart dabei erhebliche Defizite niedersächsischer Grundschülerinnen und Grundschüler insbesondere in den Bereichen Orthografie und Mathematik. „Ein wesentlicher Grund im schlechten Abschneiden unserer Schülerinnen und Schüler liegt zweifelsohne in der schlechten Unterrichtsversorgung unserer Schulen. Eine gute Unterrichtsqualität kann es nur geben, wenn ausreichend Leh­rerinnen und Lehrer zur Verfügung stehen. Das ist seit einiger Zeit in Niedersachsen leider nicht der Fall, so dass die Ergebnisse nicht sonderlich verwundern“, urteilt Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender, in einer ersten Stellungnahme.

Es ist eine Binsenweisheit, dass guter, erfolgreicher Unterricht nur mit bestens aus­gebildeten und motivierten Lehrkräften gelingen kann. Dazu müssen sowohl für die Lehrkräfte als auch für die Schülerinnen und Schüler optimale Bedingungen geboten werden, egal ob im Primar-, Sekundar-I- oder Sekundar-II-Bereich. „Es ist von Seiten der Landesregierung versäumt worden, auf die steigende Vielfalt in den Klassen­zimmern effektiver einzugehen. Hier hat Niedersachsen noch großen Nachhol­bedarf“, so Busch weiter.

„Der VNL/VDR fordert von einer neuen Landesregierung das konsequente Handeln, die stete Abwärtsentwicklung im Kompetenzniveau an den Schulen zu stoppen und diese umzukehren. Es bedarf hierfür mehr Lehrkräfte, die unter besseren Bedingungen ihre verantwortungsvollen Aufgaben ausführen können. Es bedarf ebenso einer spürbareren Unterstützung der Lehrkräfte beim Unterrichten der immer heterogener werdenden Schülerschaft. Derzeit fühlen sich sehr viele Lehrkräfte am Limit. Nach den vielen Wahlkampfankündigungen müssen endlich konkrete Taten folgen, das sind wir allen an Schule Beteiligten schuldig“, so Busch abschließend.

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