Koalitionsvertrag in einigen Bereichen viel zu vage formuliert

Koalitionsvertrag in einigen Bereichen viel zu vage formuliert

Angekündigter „Schulfrieden“ begrüßt, aber:
Koalitionsvertrag in einigen Bereichen viel zu vage formuliert.
Attraktivität des Lehrerberufs muss gesteigert werden.

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR sieht in dem gestern vorgelegten Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU Licht und Schatten. Zu begrüßen ist dabei die löbliche Absicht der zukünftigen Großkoalitionäre, einen „Schulfrieden“ einzuhalten, wie immer dieser letztlich aussehen wird. „Niedersachsens Schulen brauchen endlich eine produktive Ruhe, um sich positiv weiterentwickeln zu können. Das ist eine alte Forderung unseres Verbandes. Wir hoffen, dass die neue Regierung ihr Wort halten wird und dass sich diese Ankündigung nicht als hohle Worthülse entpuppen wird“, so der VNL/VDR-Landesvorsitzende Torsten Neumann in einer ersten Stellungnahme zum Koalitionsvertrag.

Große Bedenken hat der VNL/VDR bei der Umsetzung des wichtigen Ziels, der Sicherung der Unterrichtsversorgung. Es finden sich nur viel zu vage Hinweise im Koalitionsvertrag, wie die neue Regierung es schaffen will, die vorgesehenen 1000 zusätzlichen Lehrkräfte auf dem leergefegten Lehrerarbeitsmarkt nach Niedersachsen zu holen. „Wenn in mittlerweile immer zahlreicher werdenden Bundesländern Lehrkräfte im Primar- und Sekundar-I-Bereich nach A13 besoldet werden, braucht sich in Niedersachsen niemand zu wundern, wenn die Nachwuchsgewinnung für den Ober-, Real- und Hauptschulbereich weiterhin nur unzureichend gelingen wird. Was wir brauchen, ist eine spürbare Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufes. Und das bedeutet, dass alle Lehrkräfte mindestens nach A13 besoldet sein müssen“, so Neumann weiter.

Neumann abschließend: „Der VNL/VDR wird die Arbeit der künftigen Landesregierung kritisch begleiten und auf Fehlentwicklungen weiterhin deutlich hinweisen. Die Große Koalition kann aber auch eine Chance bedeuten, Schule aus dem ideologischen Fahrwasser zu holen und ihr die Möglichkeit zu geben, sich in Ruhe weiterentwickeln zu können. Es müssen nach den vielen Worten endlich konkrete Taten folgen. Der VNL/VDR wird weiterhin zu einer konstruktiven Zusammenarbeit bereit sein.“

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