Stellen für Unterstützungspersonal an allen inklusiv-unterrichtenden Schulen viel zu gering

Stellen für Unterstützungspersonal an allen inklusiv-unterrichtenden Schulen viel zu gering

  • Pädagogisches Unterstützungspersonal an allen Schulen überfälliger und dringend notwendiger Schritt, aber:
  • Stellen für alle inklusiv-unterrichtenden Schulen viel zu gering
  • Attraktiver Arbeitsplatz Schule gefordert

Für den Verband Niedersächsischer Lehrkräfte - VNL/VDR ist die Ankündigung der SPD-Landtagsfraktion, mehr pädagogisches Unterstützungspersonal an allen niedersächsischen Schulen einzustellen, ein längst überfälliger, aber dringend notwendiger Schritt. „Endlich nimmt die regierungsverantwortliche Partei die Sorgen der Schulen wahr und reagiert auch darauf, die bevorstehenden Landtagswahlen machen sich bemerkbar. Es ist seit Jahren bekannt, dass die Inklusion an unseren Schulen nicht rund läuft und die Lehrkräfte dringend Unterstützungspersonal brauchen, um eine gelingende Inklusion umzusetzen. Das haben wir schon seit langem gefordert“, so der VNL/VDR-Landesvorsitzende Manfred Busch in einer ersten Stellungnahme.

Große Sorgen bereitet dem VNL/VDR die Tatsache, dass nur 650 Stellen für „helfende Hände“ – wie die SPD das Unterstützungspersonal nett umschreibt - bei der Inklusion zur Verfügung stehen werden. „Das sind viel zu wenig Stellen, wenn man bedenkt, dass es in Niedersachsen etwa 3000 allgemein bildende Schulen gibt. Diese Stellen werden noch nicht einmal ein ordentlicher Tropfen auf dem sehr heißen Stein sein!“ warnt Busch.

Der VNL/VDR teilt auch nicht den Optimismus, dass kurzfristig genügend ausgebildetes Personal gefunden werden kann. Der Arbeitsplatz Schule ist nicht der attraktivste, wie sich aktuell schon bei den Problemen der Lehrereinstellungen zeigt. „Wenn der Arbeitsplatz Schule nicht endlich attraktiver gestaltet wird - und das geht heutzutage vornehmlich über das Geld - dann sehen wir große Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden“, so Busch besorgt.

Der VNL/VDR vermisst in der heutigen Erklärung der SPD-Landtagsfraktion konkrete Hinweise, wie sie die sich immer weiter verschlechternde Unterrichtsversorgung an Niedersachsens Schulen in den Griff bekommen will. „Mit der Ankündigung, das Geld für nicht zu besetzende Lehrerstellen für die Einstellung von Unterstützungspersonal zu verwenden, ist noch keine Unterrichtsstunde mehr an den Schulen gewonnen bzw. erwirtschaftet. Wir erwarten jetzt statt netter Worte vor allem Taten“, so Busch abschließend.

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