Verband Niedersächsischer Lehrkräfte zum SPD-Wahlprogramm

Verband Niedersächsischer Lehrkräfte zum SPD-Wahlprogramm

  • Enttäuschung über unzureichendes Vorgehen gegen Lehrermangel
  • Anhebung der Besoldung der Lehrkräfte nach A13 notwendiger Schritt
  • Attraktivität des Lehrerberufes in Niedersachsen steigern

Der VNL/VDR ist von der zögerlichen Haltung der Niedersachsen-SPD enttäuscht, nicht entschiedener gegen den realexistierenden Lehrermangel im Primar- und Sekundarbereich I und der ungenügenden Attraktivität des Lehrerberufes vorgehen zu wollen. In ihrem auf dem Landesparteitag vom Sonntag in Wolfsburg verabschiedeten Regierungsprogramm zur Landtagswahl am 15. Oktober 2017 sind nach Ansicht des VNL/VDR nur unzureichende Maßnahmen erkennbar, um in den nächsten fünf Jahren genügend Lehrkräfte für eine gute Unterrichtsversorgung zu gewinnen. „Der Lehrerberuf muss attraktiver gemacht werden. Dazu gehört auch die Bezahlung der Lehrkräfte an Ober-, Real-, Haupt- und Grundschulen nach A13 statt wie bisher nach A12. Bewerberinnen und Bewerber können gerade im Grundschul- und Sekundarbereich I in anderen Bundesländern vielfach mit einer höheren Besoldung und außerdem noch mit einer niedrigeren Stundenverpflichtung als in Niedersachsen rechnen“, so Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender.

Die Auswertung der zurückliegenden Einstellungsrunde hat ergeben, dass im Primar- und Sekundarbereich I zahlreiche Stellen überhaupt nicht besetzt werden konnten. Daher ist für den VNL/VDR die Ankündigung im SPD-Wahlprogramm nicht nachvollziehbar, erst in einem späteren Schritt lediglich die Bezahlung von Grundschullehrkräften grundsätzlich zu „beleuchten“. Das ist zu wenig.

„An dieser Stelle hat die Niedersachsen-SPD versäumt, Weichen für die nahe Zukunft zu stellen. Ein ‚Weiter-so‘ ist zu befürchten, wird aber nicht genügend neue Lehrkräfte in Niedersachsens Schulen locken. Geben Sie sich einen Ruck und nehmen Sie die Anhebung der Besoldung der Lehrkräfte mindestens nach A13 sofort in Angriff, um eine weitere Verschlechterung der Unterrichtsversorgung und damit auch der Unterrichtsqualität zu verhindern“, appelliert Busch abschließend an die Verantwortlichen in Niedersachsens SPD.

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