VNL-Statement zum KMK- Beschluss zur "Offenen Schule"

VNL-Statement zum KMK- Beschluss zur "Offenen Schule"

Sichere, nicht offene Schulen müssen höchste Priorität haben.

Zum heutigen [05.01.2022] Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK), auch unter Omikron-Bedingungen für offene Schulen und Präsenzunterricht einzutreten, erklärt Torsten Neumann, Vorsitzender des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte VNL/VDR:

„Der Beschluss der Kultusministerkonferenz, auch unter Omikron-Bedingungen die Schulen offen zu halten und für Präsenzunterricht einzutreten, kommt nicht überraschend. Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat in einer ersten Stellungnahme  deshalb auch freudig verkündet, dass „wir als Niedersachsen … uns mit dem heutigen Beschluss sehr gut identifizieren [können], denn bei uns gilt: Offene Schulen haben höchste Priorität, auch unter Omikron.“ Das sehen wir jedoch anders. Für uns haben nicht offene, sondern sichere Schulen höchste Priorität. Die Sicherheit aller an Schule Beteiligten muss weiterhin an erster Stelle stehen. Der „Niedersächsische Weg“ mit täglicher Testung in der ersten Schulwoche ist beileibe kein hundertprozentig sicherer Weg. Wir laufen Gefahr, uns in falscher Sicherheit zu wiegen, denn das Omikron-Virus reagiert vollkommen anders als die bisherigen Virusvarianten. Deshalb sehen wir Lehrkräfte der neuen Schulwoche mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.

Grundsätzlich steht für uns der Präsenzunterricht an erster Stelle, aber nur unter der Sicherheitsprämisse. Es muss möglich sein, je nach regionaler Corona-Lage auch andere Unterrichtsformen möglich zu machen. Dazu gehören kleinere Lerngruppen, Wechselunterricht, aber auch als letztes Mittel der Distanzunterricht für alle. Die Versäumnisse der Vergangenheit wie zum Beispiel die schleppende Digitalisierung unserer Schulen oder die unzureichende Ausstattung mit Luftreinigungsanlagen werden uns wieder einmal einholen und den Schulbetrieb weiterhin belasten.“

Zurück